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Grußwort: LITEF GmbH
Dr. Egon Tyssen, Vorsitzender der Geschäftsführung
(es gilt das
gesprochene Wort)
Sehr
geehrter Herr Rossmanith,
sehr
geehrter Herr Kränzle,
sehr
geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
sehr
geehrte Damen und Herren!
Im
Namen der Firma LITEF möchte ich Sie zu dem heutigen Abend recht
herzlich begrüßen.
Wir
freuen uns, dass wir, ich möchte fast sagen traditionsgemäss,
zusammen mit der
Parlaments-Gruppe
Luft- und Raumfahrt
und
dem Forum Luft- und Raumfahrt
diesen
Neujahrsempfang veranstalten dürfen, und ich möchte gerne die
Gelegenheit nutzen, um mich bei
dem
Vorsitzenden der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt,
Herrn
Rossmanith,
und
dem Vorsitzenden des Forums Luft- und Raumfahrt,
Herrn
Kränzle,
dafür
recht herzlich zu bedanken.
Lassen sie mich auf die wesentlichen
Ereignisse des Jahres 2005 kurz eingehen.
Die
deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie kann auf ein erfolgreiches
Jahr 2005 zurückblicken:
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Gegenüber
dem Vorjahr ist der Umsatz der gesamten Branche um ca. 5 % auf
voraussichtlich 16,75 Mrd. Euro gestiegen. Damit ist
die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie eine der wenigen
nachhaltig wachsenden Branchen insgesamt, wobei die Aussichten
für das kommende Jahr 2006 weiterhin recht gut sind.
-
Die
Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen in 2004 etwa
3,0 Mrd. Euro und konnten in 2005 noch einmal gesteigert
werden. Dieser Wert entspricht etwa 18% des Branchenumsatzes,
eine beachtliche Zahl.
Die
einzelnen Teilbranchen der Luft- und Raumfahrt haben sich dabei
unterschiedlich entwickelt:
-
Sehr
erfreulich ist die Entwicklung bei der zivilen Luftfahrt. Ihr
Umsatz ist deutlich gestiegen und die Zahl der Beschäftigten
ebenfalls. Motor dieser Entwicklung ist Airbus mit den neuen
Flugzeugen A380 und A350, aber auch die erfolgreichen
Hubschrauber-Programme haben zu dieser Entwicklung
beigetragen.
-
Der
Anteil der militärischen Luftfahrt am Gesamtumsatz der
Branche hat sich gegenüber dem Vorjahr stabilisiert. Die Zahl
der Beschäftigten hat sich ebenfalls stabilisiert. Für das
neue Jahr 2006 sollten sich die Aussichten durch den Beschluss
der vier beteiligten Nationen Ende 2004 für die 2. Tranche
des Eurofighters, dessen Produktion bei den Ausrüstern ab
Mitte 2006 anläuft, sowie durch die Produktion der Militärtransporter
A400M und durch den Erfolg der Hubschrauber-Programme Tiger
und NH90 weiter deutlich verbessern.
Für
das Unternehmen LITEF war das Jahr 2005 ebenfalls erfolgreich:
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Im
zivilen Geschäftsfeld Kurs-Lage-Referenzsysteme für Geschäftsreiseflugzeuge
und Hubschrauber konnten wir in 2005 bei LITEF eine deutliche
gesteigerte Nachfrage feststellen, ähnlich der allgemeinen
Situation in der zivilen Luftfahrt. Ein guter Auftragsbestand
für 2006 sichert somit die Produktion auf gesichertem Niveau.
-
Der
Produktionsbeginn in den Programmen TAURUS und IRIS-T in 2005,
in denen LITEF die Inertiale Messeinheit (IMU) herstellt,
waren ebenfalls markante Ereignisse, jedoch gleichzeitig auch
große Herausforderungen. Das Hochfahren der Produktionsraten
in diesen Programmen in 2006 stellt eine weitere
Herausforderung dar, wenngleich ich diese Herausforderung als
eine doch recht angenehme bezeichnen möchte.
Soweit
der kurze Rückblick auf das Jahr 2005.
Nach
vorne schauend auf das Jahr 2006 und die Folgejahre wünsche ich
mir eine verstärkte Fortsetzung der nationalen Forschungsförderung,
wie dies auch von unserem Verband, dem BDLI, gefordert wird.
Das
zivile Luftfahrtforschungsprogramm LuFo IV sollte von der
Bundesregierung mit mehr Mitteln ausgestattet werden.
Auch
für die militärische Forschung sind deutlich mehr Mittel aus dem
Etat des Verteidigungsministeriums bereit zu stellen, um die immer
komplexeren Verteidigungsaufgaben bewältigen zu können.
Wir
brauchen langfristige Planungssicherheit mit einem mittelfristig
auf 30 % steigenden Investitionsanteil im Verteidigungshaushalt.
Die
Mittel für Forschung und Entwicklung müssen signifikant erhöht
werden, um eine moderne und missionsgerechte Ausrüstung unserer
Streitkräfte garantieren zu können.
Die
Fortsetzung der Forschungsförderung ist für alle
Unternehmen und insbesondere für die Ausrüstungsindustrie
zum Erhalt und Ausbau ihrer Kernkompetenzen unverzichtbar, um im
globalen Wettstreit Bestand zu haben und erfolgreich zu sein.
Im
Rahmen dieser Forschungsförderung entwickeln wir bei LITEF z. B.
neue Miniaturkreisel auf einem Siliziumchip. Diese neuen
mikro-elektrisch-mechanischen Kreisel stellen einen
technologischen Quantensprung dar, bieten sie doch die Möglichkeit,
eine inertiale Messeinheit für
einen Flugkörper oder für ein Navigationssystem oder
Kurs-Lage-Referenzsystem wesentlich kleiner und mit deutlich
geringeren Kosten zu bauen. Erste MEMS-Kreisel konnten wir bereits
in 2005 bauen. Die Entwicklung wird in 2006 fortgesetzt und wird
in 2007 mit dem Beginn der Fertigung erste Serienkreisel ergeben.
LITEF,
mit seinen Kernkompetenzen auf den Gebieten der Sensorik und
Navigation, ist darauf angewiesen, dass diese Art der Unterstützung
durch die öffentliche Hand auch in Zukunft zur Verfügung steht.
Sie
unterstützt den Erhalt von ca. 650 hochwertigen Arbeitsplätzen
in den Hochtechnologiefeldern, und führt gleichzeitig dazu, dass
wir auch künftig wettbewerbsfähig sein können.
Mit
diesen Anmerkungen möchte ich schließen, und ich wünsche allen
einen anregenden und harmonischen Verlauf des Abends mit
interessanten Diskussionen.
Vielen
Dank.
Dr.
Egon Tyssen
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