
FORUM LUFT- UND RAUMFAHRT E.V.
Aktuelles
Haarrisse im Flügel beim
Airbus A380
Nach feinen Rissen in den Tragflächen mehrerer Airbus A380 sollen nun alle
Maschinen dieses Typs einem Sicherheitscheck unterzogen werden. Das ordnete die
Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) an. Die Sicherheitsbehörde
weitete damit ihre Anordnungen auf sämtliche A380 aus.
Wegen der Risse an den Tragflächen mehrerer
Airbus A380 müssen nun alle Maschinen des Typs zum Flügel-Check. Die europäische
Flugsicherheitsbehörde EASA weitet die Prüfanweisung von knapp einem Drittel
der Flugzeuge auf alle Maschinen des Typs aus, wie ein Sprecher am Mittwoch in
Köln sagte. Statt 20 Exemplaren müssen damit nach derzeitigem Stand 68 der
doppelstöckigen Riesenflieger zum Check. Dieser sei spätestens nach 1.300
Starts und Landungen oder bei der nächsten routinemäßigen Kontrolle
vorzunehmen, sagte der EASA-Sprecher.
Seit der ersten Wartungsanweisung Ende Januar
hat Airbus bereits die am stärksten beanspruchten Exemplare des Flugzeugs unter
die Lupe genommen. "Die ersten acht Flieger mit mehr als 1.800
Flugzeugzyklen haben wir durch", sagte ein Airbus-Sprecher. Die übrigen
der ersten 20 seien noch in Arbeit. Danach seien die Exemplare an der Reihe, die
als nächste die 1.300 Starts und Landungen erreichten. Für sie gilt eine Frist
von sechs Wochen, wie die EASA sie schon bisher bei dieser Flugleistung
festgesetzt hatten. Laut Airbus sind die Maschinen bei 1.300 Flügen im Schnitt
gut zwei Jahre alt.
Für Check und Reparatur müssen die
Fluggesellschaften laut Singapore Airlines zwei bis
drei Tage einrechnen. Für die Kosten der Instandsetzung kommt Airbus auf. Über
Zahlungen für den Ausfall der Maschinen wollten sich beide Seiten nicht äußern.
Dabei ist es möglicherweise nicht die letzte
Reparatur, die den Maschinen bevorsteht. Derzeit werden gerissene Klammern
ausgetauscht, die die Rippen in den Flügeln zusammenhalten. "Die Reparatur
ist eine Zwischenlösung. Wir arbeiten an einer Dauerlösung, die wir für Sommer
2012 erwarten", sagte der Airbus-Sprecher. Die Sicherheit der Maschinen
sei durch den Mangel allerdings nicht gefährdet. Es handle sich nicht um
tragende Teile.
Die Risse waren Anfang Januar bekannt geworden.
"Wenn der Mangel nicht entdeckt und behoben wird, kann er möglicherweise
die Stabilität des Flugzeugs beeinträchtigen", hatte die EASA wenig später
gewarnt. Der Chef der EADS-Tochter Airbus, Tom
Enders, führte den Mangel auf Material- und Fertigungsfehler zurück.
Betroffen von den Rissen sind die Fluggesellschaften
Qantas und Singapore
Airlines sowie drei Testflugzeuge. Auch die Lufthansa sowie die
Fluggesellschaften Emirates, China Southern, Korean
Air Lines und Air France-KLM haben die A380 im
Einsatz.
Ein Sprecher von Singapore
Airlines sagte, die ersten acht A380 aus der Flotte der Fluggesellschaft seien
bereits überprüft. Zwei weitere seien in den kommenden Wochen an der Reihe.
Insgesamt hat Singapore
Airlines 15 A380 in Betrieb. Die Lufthansa bestätigte, dass sie ihre acht A380
ebenfalls nach und nach zur Überprüfung schicken muss. "Unsere erste
Maschine hat 900 Flüge absolviert", sagte ein Sprecher von Europas größter
Fluggesellschaft. Die 1.300 Flüge seien also in Sicht. Die Wartung der
Lufthansa-Maschinen solle so eingetaktet werden, das
kein A380-Flug ausfällt.
Mit den Problemen an einer A380 der
australischen Fluggesellschaft Qantas hat die
verschärfte Kontrollanweisung der EASA zufolge nichts zu tun, wie der Sprecher
der Aufsichtsbehörde betonte. Qantas hat gerade eine
A380 aus dem Verkehr gezogen, weil Mechaniker 36 Haarrisse in der Tragfläche
entdeckt hatten. Die Maschine solle nach Reparaturen in der kommenden Woche
wieder zum Einsatz kommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es handle
sich dabei um einen Fertigungsfehler, jedoch um einen anderen als denjenigen,
der den jetzigen Flottencheck bei der A380 ausgelöst hatte.
Probleme auch bei Boeing
Auch Boeing kämpft mit Herstellungsproblemen. So
musste der Airbus-Konkurrent am Montag einen Fehler im Heckbereich der Boeing
787 einräumen. Demnach lösten sich bei einigen Maschinen Teile von
Verbindungsstreben, die die weitestgehend aus kohlefaserverstärkten
Kunststoff gefertigten Rumpfteile zusammenhalten sollen. Derzeit wird
untersucht, welche Flugzeuge überholt werden müssen. Bislang setzt einzig ANA
fünf Boeing 787 ein.
Quelle: airliners.de
Unmanned Aircraft Systems (UAS)
Rheinmetall und CASSIDIAN bündeln ihre UAS-Aktivitäten - Januar 2012
Cassidian und Rheinmetall haben
vereinbart, die bisherigen Aktivitäten von Rheinmetall im Bereich der unbemannten
Flugsysteme künftig gemeinsam im Rahmen eines Joint Ventures zu betreiben. In
einem Vertrag wurde festgelegt, dass Cassidian 51%
und Rheinmetall 49% der Anteile an dem neu zu gründenden
Gemeinschaftsunternehmen halten werden.
Quellen: Pressemitteilungen von EADS und
Rheinmetall
Kommentar:
Bereits im Mai 2011 unterzeichneten Cassidian und Turkish Aerospace
Industries, Inc. ein MoU über eine Zusammenarbeit im
Bereich der UAS.
Im Dezember 2011 berichteten EADS und ALENIA
AERONAUTCA S.p. A. über eine mögliche Kooperation bei
der Entwicklung von MEDIUM ALTITUDE LONG ENDURANCE (MALE) Drohnen und UNMANNED
COMBAT AERIAL VEHICLES (UCAV).
Mit diesen Aktivitäten erweitert Cassidian seine gegenwärtigen UAS-Programme
und kann seinen internationalen Kunden eine komplette Produktpalette anbieten,
zu denen taktische UAS sowie UAS für mittlere und größere Höhen gehören.
UAS-Exporte werden jedoch durch das
MISSILE TECHNOLOGY CONTROL REGIME (MTCR) erschwert. Das MTCR soll die
Weitergabe von Flugkörpern, UAS und deren Technologie verhindern, wenn das
fliegende System eine Nutzlast von 500 kg über eine Distanz von 300 km
transportieren kann. E.O.
USA: Integration ziviler
UAS in den kontrollierten Luftraum
In einer Gesetzesvorlage vom 31.01.2012
beauftragt der Kongress der USA die nationale Luftfahrtbehörde, die Federal Aviation Administration, Verfahren für die Integration der
zivilen unbemannten Luftfahrzeuge in den kontrollierten Luftraum zu entwickeln.
Ab 30.09.2015 sollen zivile UAS (Unmanned Aircraft Systems) im nationalen kontrollierten Luftraum der
USA fliegen.
Quellen: -
Kongress der USA (FAA Modernization and Reform Act 0f 2012)
-
Association for Unmanned Vehicle Systems International
Kommentar:
Zurzeit existieren weltweit keine Regelungen für
den Betrieb von zivilen UAS im kontrollierten Luftraum. Mit der Entwicklung
dieser Verfahren zum 30.09.2015 erhalten UAS-Entwickler,
Hersteller und potentielle Anwender Planungssicherheit für ihre
Geschäftsaktivitäten. Dieses Gesetz ermöglicht die Entwicklung neuer ziviler
Anwendungen und neuer Fluggeräte durch die Industrie. Die USA können ihren
Vorsprung auf diesem Sektor weiter ausbauen.
Deutscher Satellit Rosat wäre fast auf Peking gestürzt
Der deutsche Forschungssatellit Rosat, der am 23. Oktober unkontrolliert auf die Erde
stürzte, wäre in Teilen beinahe auf die chinesische Hauptstadt Peking gestürzt.
„Peking lag exakt auf der Absturzbahn von ,Rosat’“, zitiert der „Spiegel“ Manfred Warhaut, Bereichsleiter Missionsbetrieb im Europäischen
Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt. Ein Aufprall in der chinesischen
Hauptstadt sei „absolut im Bereich des Möglichen“ gewesen, sagte Heiner
Klinkrad, Leiter des Büros für Weltraumrückstände der europäischen
Weltraumagentur Esa, dem Blatt.
Quelle: Tagesspiegel
Warum ist die russische
Marsmond-Sonde "Phobos-Grunt" abgestürzt?
Russische Raumfahrtexperten behaupten nun, eine amerikanische Radaranlage
könnte für die Panne verantwortlich sein. Vize-Regierungschef Rogosin droht schon jetzt mit "technischen und
politischen Konsequenzen".
Die russische Raumfahrt scheint vom Pech verfolgt: 5 der 32 Starts in den
vergangenen Monaten endeten in spektakulären Fehlschlägen. Vor einigen Tagen
raunte der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos bereits von einer
Verschwörung ausländischer Mächte. Jetzt stellen russische Experten eine
Theorie über den Absturz der Marsmond-Sonde "Phobos-Grunt"
vor, die in eine ähnliche Richtung weist: Sie halten es offenbar für denkbar,
dass eine amerikanische Radarstation die teure Panne mit ausgelöst haben
könnte.
Vize-Regierungschef Dmitri
Rogosin nannte die Theorie "plausibel",
dass eine US-Radaranlage auf den Marshall-Inseln die Instrumente der Sonde
beeinflusst haben könnte. "Falls sich dies bestätigt, würden wir
technische und politische Konsequenzen ziehen", sagte er.
Die Strahlung könnte beispielsweise die Elektronik an Bord oder die
Kommunikation mit der Sonde gestört haben, hieß es. Mit einem aufwendigen
Experiment soll diese Theorie nun untersucht werden. Man werde
Messgeräte, wie sie auch an Bord des Flugkörpers waren, in einem Labor
in Moskau Radarstrahlung aussetzen, kündigte Juri Koptew
von der staatlichen Untersuchungskommission am Dienstag an.
Auch der Forscher Alexander Sacharow erklärte,
dass die rund 13,5 Tonnen schwere Sonde nach dem Start vom Weltraumbahnhof
Baikonur in Kasachstan am 9. November 2011 (Ortszeit) von dem Radar
fehlgeleitet worden sein könnte. "Es ist aber nur eine Version, wir legen
den Untersuchungsbericht Ende Januar vor", sagte Sacharow nach Angaben der
Nachrichtenagentur Interfax. Rogosin schloss auch
einen Konstruktionsfehler als Grund für den Absturz der 120 Millionen teuren
Raumsonde nicht aus.
Bei anderen Fachleuten stößt die Radar-Theorie
allerdings auf Skepsis. "Vor dem Start wird ein Flugkörper scharfen Umwelttests
ausgesetzt", sagte ein Experte des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt (DLR) zu SPIEGEL ONLINE. Neben großer Kälte und Hitze werde dabei
auch die harte Weltraumstrahlung simuliert. Dass ein Flugkörper, der diese
Tests übersteht, von einer weit entfernten Radaranlage zum Absturz gebracht
wird, erscheine äußerst unwahrscheinlich.
Nach offiziellen Angaben sind die Trümmer von
"Phobos-Grunt" am Sonntagabend MEZ rund
1250 Kilometer westlich der im Süden Chiles gelegenen Insel Wellington ins Meer
gefallen. Die Raumsonde sollte eigentlich bis 2014 den Marsmond Phobos erforschen und Proben zur Erde bringen. Wegen einer
Triebwerksfehlfunktion kam sie aber nicht über die Erdumlaufbahn hinaus. Mit
der ersten interplanetaren Mission seit 15 Jahren wollte Russland nach mehreren
Rückschlägen wieder international Eindruck machen.
Quelle: Spiegel Online
Airbus: Nach Rekordjahr
sind 4000 neue Jobs geplant
Airbus hatte die höchste Auslieferungsrate –
Neuaufträge sichern Produktion auf Jahre. Auch Muttergesellschaft EADS
profitiert davon.
Das vergangenen Jahr
war ein Rekordjahr für den europäischen Flugzeugproduzenten Airbus, der im
laufenden Jahr 4000 neue Mitarbeiter einstellen will. Auf einer gemeinsamen
Neujahrskonferenz mit dem Mutterkonzern EADS im Hamburger Airbus-Werk sprach
Verkaufschef John Leahy am Dienstag vom
erfolgreichsten Jahr des Unternehmens. „Wir hatten die höchste
Auslieferungsrate unserer Geschichte“, sagte Airbus-Chef Thomas Enders zum
Erfolgsjahr 2011. Es sei angesichts von Ersatzteil-Lieferengpässen – etwa durch
das verheerende Erdbeben in Japan – nicht einfach gewesen.
Airbus erhielt 2011 netto 1419 Bestellungen, der
höchste Auftragseingang in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt wurden mit 534
Maschinen so viele neue Flugzeuge ausgeliefert wie nie zuvor. In den
Airbus-Auftragsbüchern stehen nun Aufträge für 4437 Flugzeuge im Gesamtwert von
588 Milliarden Dollar nach Listenpreis, was die Produktion für bis zu acht
Jahre sichert.
„EADS ist eine Wachstums-Story und eine
Geld-Maschine“, sagte EADS-Chef Louis Gallois. Es gelte nun, den Luft- und Raumfahrtkonzern trotz
wachsender Konkurrenz profitabler zu machen und das internationale Profil zu
schärfen; Europa, USA und Schwellenländer seien die drei wichtigsten Pfeiler.
Das werde aber nicht auf Kosten der Arbeitsplätze in Europa gehen.
Leahy betonte, dass er im
laufenden Jahr mit weniger Aufträgen rechne. Sie würden aber mindestens der
Zahl der Auslieferungen entsprechen. Diese veranschlagt Airbus für 2012 auf
570. Konkret geht Leahy von 600 bis 650 Aufträgen aus
– der deutliche Rückgang sei angesichts des üppigen Auftragsbestands durchaus
erwünscht. Den Airbus-Marktanteil schätzt er für 2012 auf um die 50 Prozent.
Vom Mega-Flieger A380 sollen in diesem Jahr 30 Jets verkauft und auch ausgeliefert
werden.
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen
Weltmarktanteil von 64 Prozent nach Bestellungen (54 Prozent nach Umsatz).
Verkaufsrenner des Vorjahres war der mit sparsameren Triebwerken ausgerüstete
A320neo, den Leahy „das sich am schnellsten
verkaufende Flugzeugprojekt der Luftfahrtgeschichte“ nannte. 2011 gingen
alleine für dieses Modell 1226 Festbestellungen ein. US-Konkurrent Boeing sei
2011 nur im mittleren Marktsegment besser als Airbus gewesen. Leahy: „Wir waren in neun der vergangenen zehn Jahren der
größte Flugzeughersteller.“
Der Luftverkehr sei ein enormer Wachstumsmarkt,
der sich trotz weltweiter Krisen alle 15 Jahre verdoppele. Während Europa
weitgehend als Markt stagniere, sei der asiatisch-pazifische Raum ein absoluter
Boommarkt, der von Airbus dominiert werde. Nach 4500 Neueinstellungen im
Vorjahr kommt Airbus nun auf 55 000 Mitarbeiter.
Gallois hob hervor, der Konzern
habe bisher auf der Startbahn gestanden, hebe nun aber ab Richtung
Wachstumsmärkte. Mit Blick auf seinen Nachfolger – nach bisherigen Plänen im
deutsch-französisch dominierten Konzern soll es Thomas Enders werden – betonte
der scheidende Gallois, derartige Entscheidungen
bräuchten Zeit. Mit Blick auf die globale Krise warnte er vor
Orientierungslosigkeit. Die Schuldenkrise müsse schnell gelöst werden, um
Marktvertrauen wieder herzustellen, forderte Gallois.
„Wir brauchen klare Signale, die von jedem verstanden werden.“ EADS als
multinationales Unternehmen könne ein gutes Vorbild für die Politik sein.
Quelle: Hamburger Abendblatt
Neuer Milliardenauftrag
für Airbus
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem
Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die chinesische
Fluggesellschaft Hong Kong
Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die "Financial
Times" am Samstag unter Berufung auf die Fluggesellschaft. Der Listenpreis
liege bei 3,8 Milliarden Dollar (rund 3 Mrd Euro).
Airbus werde 2015 mit der Auslieferung der Riesenflugzeuge beginnen.
Airbus wollte den Bericht nicht bestätigen.
Sprecher Stefan Schaffrath sagte, neue Aufträge
sollten am 17. Januar bekannt gegeben werden. Er bestätigte, ein solcher
Auftrag hätte einen Listenpreis im Volumen von rund 3,8 Milliarden Dollar,
basierend auf einem Stückpreis von rund 375 Millionen Dollar. Üblich sind bei
Flugzeugbestellungen allerdings Rabatte in prozentual zweistelliger Höhe.
Quelle: Financial Times
Mini-Risse in
A380-Flügeln kein Grund für Sicherheitswarnung
In Tragflächen des Riesenairbus A380 wurden
Mini-Risse entdeckt. Für die Fluggesellschaften und Sicherheitsbehörden ist
dies aber kein Grund zur Beunruhigung.
Die jüngst entdeckten Mini-Risse in
Tragflächenteilen von fünf Riesenairbus A380 sind für die
Flugsicherheitsbehörden nicht alarmierend. Die europäische Flugaufsichtsbehörde
EASA sieht weder einen Grund für umgehende Maßnahmen, noch für eine so genannte
Sicherheitsanweisung, wie sie bei irgendwie gefährlichen Mängeln erlassen
werden. Das vom Hersteller Airbus entwickelte Inspektionsverfahren sei in
voller Abstimmung mit der Aufsichts- und Zulassungsbehörde entwickelt worden,
teilte ein EASA-Sprecher auf FTD-Anfrage
am Freitag mit.
Quelle: Financial Times
Phobos-Grunt"
stürzt am 15. Januar auf Erde
Die Reste der außer Kontrolle geratenen
Marssonde "Phobos-Grunt" werden nach
Angaben der russischen Behörden am 15. Januar auf die Erde stürzen. Der
Zeitpunkt könne sich aber noch unter dem Einfluss "äußerer Faktoren"
ändern, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti
einen Sprecher des Moskauer Verteidigungsministeriums. Derzeit umkreise der
Havarist die Erde auf einer Umlaufbahn zwischen 319 und 305 Kilometer Höhe.
Der unbemannte Flugkörper war am 9. November in
Baikonur gestartet und sollte im Rahmen einer zweieinhalbjährigen Mission
Bodenproben vom Mars entnehmen. Offenbar wegen eines Programmierfehlers blieb
die Sonde aber in der Umlaufbahn der Erde hängen. Alle Versuche, sie doch noch
in Richtung Mars auf die Reise zu schicken, waren fehlgeschlagen. Im Dezember
hatten die russischen Behörden erklärt, etwa 200 Kilogramm des 13,2 Tonnen
schweren Flugkörpers würden beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre
voraussichtlich nicht verglühen, hochgiftige Stoffe allerdings schon.
Die Sonde war Anfang November mit einer "Zenit"-Trägerrakete ins All gebracht worden. Wenige
Stunden nach dem Start traten technische Probleme auf, so dass "Phobos-Grunt" den entscheidenden Austritt aus der
Erdumlaufbahn nicht schaffte. Das Kontrollzentrum verlor schließlich den
Funkkontakt zu der fünf Milliarden Rubel (knapp 120
Millionen Euro) teuren Raumsonde.
Das umbemannte
Raumfahrzeug sollte auf Phobos, dem größten Marsmond,
Bodenproben sammeln und bis 2014 zur Erde bringen. Für Russland ist es ein
Prestigeprojekt: Die Mission sollte nach 15-jähriger Pause der Wiedereinstieg in die internationale Planetenforschung
sein.
Quelle: tagesschau.de
Etihad Airways steigt bei Air Berlin ein.
Air Berlin hat offiziell den Einstieg von Etihad
Airways bestätigt. Die arabische Fluggesellschaft wird größter Aktionär bei der
zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands. Auch im operativen Geschäft wollen
die Airlines kooperieren. Das bringt große Änderungen im Langstreckennetz der
Air Berlin.
Die arabische Fluggesellschaft Etihad steigt im großen Stil bei Air Berlin ein. Im Zuge
einer Kapitalerhöhung will das staatliche Unternehmen aus dem arabischen Emirat
Abu Dhabi seine Beteiligung an Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft von
derzeit 2,99 Prozent auf 29,21 Prozent ausbauen, wie Air Berlin am Montag
mitteilte.
Insgesamt hat Etihad
demnach rund 31,6 Millionen neuer Aktien zu einem Preis von 2,31 pro Stück
gezeichnet. Damit wird die arabische Fluggesellschaft größter Einzelaktionär
der Berliner Fluggesellschaft. Air Berlin fließen rund 73 Millionen Euro zu.
Außerdem hätten sich die Araber dazu verpflichtet, die Anteile mindestens zwei
Jahre zu halten und keine weiteren Anteile zu erwerben, hieß es. Zudem werde Etihad der Air-Berlin-Gruppe in
den nächsten fünf Jahren Kredite in Höhe von 255 Millionen Dollar (196
Millionen Euro) zur Verfügung stellen. Zu den Konditionen für das Darlehen gab
es keinen Kommentar.
Quelle: airliners.de
Neuer Aufsichtsratvorsitzender.
Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates der Flughafen München GmbH (FMG): In
seiner Sitzung am vergangenen Freitag wählte der FMG-Aufsichtsrat
den Bayerischen Staatsminister der Finanzen, Dr. Markus Söder, zum neuen
Vorsitzenden. Söder folgt damit Georg Fahrenschon,
der das Aufsichtsgremium als bayerischer Finanzminister seit Dezember 2008
geführt hatte.
Quelle: airliners.de
Microsoft-Mitgründer Paul Allen
will er das größte Flugzeug der Welt bauen lassen: Mit 116 Meter
Flügelspannweite, sechs Boeing-747-Triebwerken und 222 Tonnen Tragkraft soll
der Riesenflieger als Startrampe für Weltraumraketen dienen.
Washington/Seattle - Microsoft-Mitgründer
Paul Allen will die Raumfahrt revolutionieren. Der Multimilliardär plant den
Bau des bisher größten Flugzeuges auf der Welt, von dem aus Satelliten oder
auch Raumfahrzeuge gestartet werden sollen. Das teilte Allen am Dienstag in
Seattle (US-Staat Washington) mit. Der Riesenvogel soll so konstruiert werden,
dass er während des Fluges mehrstufige Raketen auf den Weg schicken kann.
Allen verspricht sich nach eigenen Angaben von
dem Projekt "größere Sicherheit, Kosteneffektivität und Flexibilität"
beim Start. Der erste Flug der Maschine, bei dessen Bau Teile alter
Boeing-747-Flugzeuge mit verwendet würden, sei innerhalb der nächsten fünf
Jahre geplant. Der Abschuss der Raketen soll in rund 10.000 Metern Höhe
erfolgen.
"Ich habe lange davon geträumt, nach dem
Erfolg von SpaceShipOne den nächsten großen Schritt
in den privaten Raumflug zu tätigen", sagte Allen. "Wir befinden uns
am Beginn einer radikalen Wende in der Raumfahrt-Industrie."
Die US-Weltraumbehörde Nasa
hat in diesem Jahr ihre veraltete Space-Shuttle-Flotte
eingemottet. Sie setzt darauf, dass private Firmen Systeme für Weltraumreisen
in der nahen Zukunft bauen, etwa für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS.
Allens Unternehmen Stratolaunch
will nach eigener Mitteilung bei der Konstruktion der Maschine mit dem
legendären Flugzeugdesigner Burt Rutan
zusammenarbeiten. Beide hatten bereits bei der Entwicklung des SpaceShipOne kooperiert, das es 2004 als erstes privat
gebautes bemanntes Fahrzeug in den Erdorbit schaffte.
Der Mitteilung zufolge sollen in den
Flugzeugriesen sechs Boeing-747-Triebwerke eingebaut werden. Das Gewicht werde
bei 544 Tonnen liegen, die Flügelspannbreite bei 116 Metern. Zum Start und zur
Landung benötige das Flugzeug eine 3,65 Kilometer lange Bahn.
Allen hat erhebliche
Teile seines Vermögens bereits in Sportteams wie die Basketball-Mannschaft
Portland Trail Blazers und das Football-Team Seattle Seahawks investiert. Er finanzierte das Rock' n'
Roll-Museum in Seattle und engagierte sich in einer Familien- Stiftung. Er
unterstützte auch das kalifornische SETI-Institut bei
der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz. Ein großes Radioteleskop in
Nordkalifornien ist nach Allen benannt.
Quelle: Manager Magazin
Die europäische
Raumfahrtagentur gibt die Sonde „Phobos-Grunt“ auf.
Auch deutsche Wissenschaftler sind vom Scheitern betroffen.
Die außer Kontrolle geratene russische
Forschungssonde „Phobos-Grunt“ ist angeblich in
Auflösung begriffen. Am 29. November hätten sich von ihr „zwei unbekannte
Objekte“ abgetrennt, berichtete die Moskauer Nachrichtenagentur Interfax am
Montag unter Berufung auf Beobachtungen des kanadischen Experten Ted Molczan. Die beiden Objekte seien vom US-Luft- und
Raumfahrtüberwachungskommando registriert worden.
Bereits am Freitag hatte die europäische
Raumfahrtagentur Esa die Sonde aufgegeben, die den Marsmond Phobos
erforschen sollte. „Wir ziehen jetzt einen Schlussstrich“, sagte der Leiter der
Esa-Vertretung in Moskau, René Pischel.
Der Abbruch erfolge in Absprache mit der
russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, die ihrerseits noch Rettungsversuche
unternehmen wolle. Nach Berichten Moskauer Medien hat allerdings auch Roskosmos
die am 9. November gestartete Mission praktisch abgeschrieben und strebt einen
kontrollierten Absturz an. Die 120 Millionen Euro teure und fast 13,5 Tonnen
schwere Raumsonde sollte Bodenproben vom Marsmond Phobos
zur Erde bringen, kam aber wegen Triebwerksproblemen nicht über die
Erdumlaufbahn hinaus. Seit dem Start hat Phobos-Grunt
fast 50 Kilometer Höhe verloren und könnte nach Schätzungen von Experten
zwischen dem 6. und 31. Dezember abstürzen.
Quelle: Tagesspiegel
Schweizer Bundesrat
beschließt Beschaffung von 22 Gripen –
Enttäuschung für Eurofighter und Rafale
„Der Bundesrat hat beschlossen, 22
Kampfflugzeuge des Typs Saab Gripen als Ersatz für
die veralteten F-5 Tiger zu beschaffen. Diese Beschaffung soll mit dem
Rüstungsprogramm 2012 dem Parlament beantragt werden.“ Das melden die
Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Ein langwieriges, sich
hinschleppendes Auswahlverfahren geht damit zu Ende und löst beim schwedischen
Herstellers Saab große Freude aus. Bei den gescheiterten Wettbewerbern ist die
Enttäuschung bei Eurofighter und EADS besonders groß, denn intensiv hatte man
den Entscheidungsprozess begleitet.
Quelle: AeroBrief
Kreml droht nach
Raumfahrt-Pannen mit harten Strafen
Nach einer beispiellosen Pannenserie in der
russischen Raumfahrt hat Kremlchef Dmitri Medwedew
den Schuldigen mit drastischen Worten eine Bestrafung angedroht.
Unter Sowjetdiktator Stalin wären die
Verantwortlichen kurzerhand hingerichtet worden, warnte Medwedew in seiner
Vorstadtresidenz Gorki. „Ich schlage (aber) nicht vor, sie wie bei Josef Wissarionowitsch an die Wand zu stellen.“
Misserfolge wie die jüngste Marsmond-Mission Phobos-Grunt beeinträchtigten Russlands
Konkurrenzfähigkeit. „Die Schuldigen müssen finanziell oder juristisch zur
Verantwortung gezogen werden“, forderte der Präsident nach Angaben der Agentur
Interfax.
Im Ringen um eine mögliche Rettung der
fehlgeleiteten Raumsonde Phobos-Grunt musste Russland
unterdessen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der Europäischen
Raumfahrtbehörde ESA sei es erneut misslungen, Kontakt zu dem 120 Millionen
Euro teuren und 13,5 Tonnen schweren Messapparat in der Erdumlaufbahn
aufzunehmen.
Das sagte der Leiter der ESA-Vertretung in
Moskau, René Pischel, am Sonntag. Die Raumfahrtnation
Russland hatte in diesem Jahr bereits ungewöhnlich viele Fehlstarts
verschmerzen müssen. Die ESA-Bodenstation im westaustralischen Perth werde in
der Nacht zu Dienstag erneut ein Signal zu Phobos-Grunt
senden, sagte Pischel.
Nach Berichten Moskauer Medien hat Roskosmos die
vor knapp drei Wochen gestartete Raumsonde praktisch aufgegeben und strebt
ihren kontrollierten Absturz an. Der Apparat sollte Bodenproben vom
Marsmond Phobos zur
Erde bringen, kam aber wegen Triebwerksproblemen nicht über die Erdumlaufbahn
hinaus.
Die USA hatten am Vortag dagegen ihre neue
Mars-Mission erfolgreich gestartet. Die Raumfahrtbehörde Nasa
schickte eine hochmoderne Raumsonde auf den Weg. Curiosity
soll im August 2012 auf dem Roten Planeten landen und nach Spuren von
organischen Materialien suchen und zahlreiche Analysen vornehmen.
Quelle: stol.it
Aussitzen nützt nichts -
Parlamentarier fordern Einlenken im Emissionshandelsstreit
In Brüssel und Berlin versucht man es mal wieder
mit dem Prinzip Aussitzen. Einen guten Monat vor dem Start des Emissionshandels
für den Luftverkehr tut man einfach so, als könnte nichts den Start dieser
neuen Regelung aufhalten. Doch immer wieder finden
sich Mahner, wie aktuell der hessische Ministerpräsident Bouffier,
der vor einem Start des Emissionshandels mit schweren Belastungen einseitig für
die europäischen Fluglinien warnt, und gemeinsam mit Politikern aus dem
Europaparlament auf eine Verschiebung des Starts des Emissionshandels drängt.
Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, wartet die europäische Politik
erst einmal ab. Wenn dann gravierende Nachteile eingetreten sind, weil
außereuropäische Fluglinien mit Unterstützung ihrer Regierungen den
Emissionshandel boykottieren, dann wird die Einsicht wachsen, dass man auch in
diesem Thema nicht allein gegen den Rest der Welt agieren kann.
„Alle Fluggesellschaften, die in Europa starten
und landen, werden ab 2012 in den EU-Emissionshandel einbezogen. Dies hat das
Europäische Parlament heute mit großer Mehrheit beschlossen,“
wurde am 7. August 2008 gemeldet. "Revolutionär" sei, dass nicht nur
innereuropäische Flüge und europäische Fluggesellschaften, sondern auch
Interkontinentalflüge und nichteuropäische Fluggesellschaften, z.B. auch aus
China und den USA, einbezogen werden, wenn sie in Europa starten und landen.
„Dieser Beschluss ist ein großer Schritt auf dem Weg zum weltweiten Klimaschutz," verkündete 2008 der Berichterstatter des
Europäischen Parlaments, Peter Liese (CDU).
Doch es ist wenig geworden aus der Revolution. Denn der Anspruch, auch für
Fluglinien aus den USA, aus Russland und China, mitentscheiden zu können, steht
auf tönernen Füßen. Technisch betrachtet lässt sich kaum definieren, welche
Anteile eines Transatlantikfluges der Nutzung des
europäischen Luftraums zugerechnet werden können. Und nur dort kann die
öffentliche Hand zu greifen und eine Nutzungsgebühr für den Luftraum erheben,
in der kompliziertesten aller Formen, nämlich eines
Emissionshandels.
Politisch betrachtet, ist es der völkerrechtlich schwierige Versuch,
Unternehmen mit dem Firmensitz außerhalb Europas eine in Europa erlassene
Regelung aufzuzwingen. Das wirft nicht nur formale Fragen auf, sondern kratzt
vor allem am Selbstverständnis der Staaten, in denen die Unternehmen
angesiedelt sind. Damit ist ein Alleingang von Europa in diesem Thema ein mehr
als fragwürdiger Weg. Und je näher das Einführungsdatum rückt, desto deutlicher
haben Staaten und internationale Organisationen die Einführung einer regionalen
Lösung abgelehnt und kritisiert.
Jetzt drohen Brüssel politische und juristische Grabenkriege, die sich sicher
lange hinziehen werden, bis über die formalen Zuständigkeiten die letzten
Entscheidungen gefallen sind. In den internationalen Verbänden wird man
Koalitionen bilden die sich gegen den europäischen Weg richten.
Man hätte also mehr erreichen können, für die Umwelt und für einen weltweit
offenen Himmel, der den Austausch von Gütern und Ideen fördert und gleichzeitig
den Belangen der Umwelt der Rechnung trägt. Jetzt müsste man in Brüssel über
seinen Schatten springen und eingestehen, dass der europäische Ansatz zu viele
offene Flanken hat, um in der jetzigen Form Bestand zu haben. Oder man wartet
ab, bis die Gerichte zu einer Bewertung gekommen sind, was sicher der
langwierigste und vor allem für die betroffenen Fluglinien in Europa der
teuerste Weg ist.
Quelle:AeroBrief
Auch eisige Kälte und
starker Wind bereiteten bei der Landung keine Probleme: Drei Raumfahrer sind an
Bord einer "Sojus"-Kapsel zur Erde
zurückgekehrt. Schlecht steht es dagegen um die unbemannte Mars-Mission der
Russen.
Nach mehr als fünf Monaten an Bord der
Internationalen Raumstation ISS sind drei Raumfahrer zur Erde zurückgekehrt.
Eine "Sojus"-Kapsel mit dem US-Astronauten
Mike Fossum, dem Japaner Satoshi
Furukawa und dem Russen Sergej Wolkow an Bord landete
am Dienstagmorgen sicher in der kasachischen Steppe, teilte das russische
Kontrollzentrum mit.
Derzeit befinden sich noch zwei russische
Kosmonauten und ein US-Astronaut an Bord der ISS. Dan Burbank aus den USA,
sowie die Russen Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin hatten am vergangenen Mittwoch an der
Raumstation angedockt. Im Dezember soll die Besatzung der Raumstation durch
drei weitere Kollegen verstärkt werden.
Entscheidenden Austritt aus der Erdumlaufbahn
nicht geschafft
Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Mission ihrer
verlorenen Sonde "Phobos"-Gunt" zum
Marsmond Phobos hat die russische Raumfahrtbehörde
Roskosmos indes fast aufgegeben. "Es gibt nur geringe Chancen, dass wir
die Mission ausführen können", sagte der stellvertretende oskosmos-Chef Witali Dawidow am Dienstag laut Berichten russischer
Nachrichtenagenturen.
Russland hatte die Sonde Anfang November
gestartet. Sie sollte auf Phobos, dem größten
Marsmond, Bodenproben sammeln und bis 2014 zur Erde bringen. Doch wenige
Stunden nach dem Start gab es technische Probleme, sodass "Phobos-Grunt" den entscheidenden Austritt aus der
Erdumlaufbahn nicht schaffte, um Kurs auf den Marsmond zu nehmen. Das
Kontrollzentrum verlor schließlich den Funkkontakt zu der
fünf Milliarden Rubel (knapp 120 Millionen Euro) teuren Raumsonde.
Quelle: Spiegel Online
Airbus verkauft 80 Spritspar-Jets
Ein Leasingunternehmen aus Kuwait hat bei Airbus
50 Mittelstreckenflugzeuge des spritsparenden Typs A
320 neo bestellt und will bis Jahresende 30 weitere
Maschinen kaufen. Ein entsprechender Vertrag wurde am Montag in Dubai
unterzeichnet. Die Leasingfirma Alafco hatte zuvor 26
Jets des Typs A320 bestellt, von denen 25 ausgeliefert sind. Die
Fluggesellschaft Emirates hatte zuvor bei Boeing 50 Flugzeuge vom Typ 777-300
ER im Wert von 18 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro) bestellt.
Quelle: Tagesspiegel
Sojus mit Kosmonauten und
Astronauten gestartet
Erster erfolgreicher Start nach Pannenserie der
russischen Raumfahrt
Nach einer Pannenserie hat Russland erfolgreich
einen bemannten Sojus-Flug mit zwei Russen und einem
Amerikaner zur Internationalen Raumstation ISS auf den Weg gebracht. Die Rakete
startete planmäßig am Montagmorgen vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur.
Der Start gilt nach mehreren Pannen mit Raketen
und Satelliten in der russischen Raumfahrt als wichtiger Stimmungstest.
Russland ist nach dem Ende der US-Shuttles das einzige Land, das internationale
bemannte Raumflüge zur ISS organisiert.
Die neue Langzeitmission zur ISS brach demnach
um 5 Uhr 14 Uhr MEZ mit den Kosmonauten Anton Schkaplerow
und Anatoli Iwanischin sowie dem US-Astronauten
Daniel Burbank auf. Die Sojus soll am 16. November an
der ISS andocken.
Quelle: NZZ-Online
Boeing erhält
Rekordauftrag
Niederlage für den europäischen Flugzeughersteller Airbus: Der US-Rivale Boeing
hat einen Rekordauftrag im Wert von insgesamt 26 Milliarden Dollar (19
Milliarden Euro) über neue Langstreckenflieger vom Typ 777 erhalten.
Emirates Airline hat 50 der Maschinen fest
bestellt und sich Optionen auf 20 weitere gesichert. Das sei der wertvollste
Einzelauftrag, den Boeing jemals bekommen habe, erklärte das Unternehmen am
Sonntag auf der Luftfahrtmesse in Dubai. Allein die festen Bestellungen haben
einen Wert von 18 Milliarden Dollar.
Quelle: Tagesspiegel
EADS veröffentlicht
Neun-Monats-Ergebnisse 2011 – Gallois zuversichtlich
über weiteres Wachstum
Die Neun-Monats-Ergebnisse von EADS übertreffen
die Erwartungen. Trotz der jüngsten Turbulenzen im gesamtwirtschaftlichen
Umfeld bleibt die Dynamik am zivilen Flugzeugmarkt weiterhin robust; die
Verteidigungsmärkte westlicher Staaten jedoch sind – wie erwartet – angespannt.
„Dank unserer Maßnahmen, die operative Leistung zu steigern, übertreffen die
Neun-Monats-Ergebnisse die Erwartungen. Ich bin zuversichtlich, dass der zivile
Flugzeugmarkt, gepaart mit unserem starken Auftragsbestand, unser Wachstum in
den kommenden Jahren weiter tragen wird. Im Verteidigungsbereich ist EADS auf
der Grundlage bestehender Verträge bereit, mit den Regierungen Gespräche über
die Zukunft von Beschaffungsprogrammen zu führen. Das Services-Portfolio
des Konzerns wurde durch neue Zukäufe weiter ausgebaut“, erklärte EADS-CEO
Louis Gallois. „Größte Aufmerksamkeit widmet das
Management weiterhin unseren Großprogrammen, insbesondere der A350.“ Den
Reifegrad der A350-XWB-Hauptkomponenten zu Beginn der Endmontage
sicherzustellen, bleibt eine der obersten Konzernprioritäten. Daher ist der
Anlauf der Endmontage nun für das erste Quartal 2012 vorgesehen, die
Indienststellung der Maschine für das erste Halbjahr 2014.
In den ersten neun Monaten 2011 belief sich der
Auftragseingang(5) von EADS auf € 93,9 Mrd. Der Auftragsbestand erreichte das
Rekordniveau von € 503 Mrd. EADS erwirtschaftete einen Umsatz von € 32,7 Mrd.
Das EBIT* vor Einmaleffekten betrug rund € 1,1 Mrd.,
vor allem aufgrund operativer Verbesserungen bei Eurocopter
und im zivilen Airbus-Geschäft sowie einiger günstiger Phaseneffekte bei Airbus
und in der EADS-Zentrale. Das berichtete EBIT*lag bei € 885 Mio. Dank eines anhaltend starken Cash Flow betrug die Nettoliquidität nach Firmenzukäufen € 11,4
Mrd.
In den ersten neun Monaten 2011 erhöhte sich der Umsatz von EADS um vier
Prozent auf € 32,7 Mrd. (9M 2010: € 31,6 Mrd.). Dieses Wachstum wurde von
Airbus Commercial, Eurocopter und Astrium
getragen.
Ausblick
EADS erhöht die Prognose vom Juli dieses Jahres
für Aufträge, Umsatz, EBIT* vor Einmaleffekten und Free Cash Flow. Für das Jahr 2011 rechnet Airbus mit der Auslieferung
von 520 bis 530 Zivilflugzeugen und rund 1.500 Brutto-Bestellungen. Der Umsatz
von EADS im Jahr 2011 sollte gegenüber dem Vorjahreswert von € 45,8 Mrd. um
mehr als 4 Prozent steigen.
Dank der besser als erwartet ausfallenden Ergebnisse im Zivilgeschäft rechnet
EADS im Vergleich zu 2010 für dieses Jahr zudem mit einem Anstieg des EBIT* vor
Einmaleffekten auf rund € 1,45 Mrd. Der Konzern geht davon aus, dass der Gewinn
je Aktie vor Einmaleffekten im Jahr 2011 mit rund € 0,9 das Vorjahresniveau (€
0,86) übersteigen wird. Die künftige Entwicklung des berichteten EBIT* sowie
des Ergebnisses je Aktie von EADS wird davon abhängen, wie der Konzern die
Programme A400M, A380 und A350 XWB gemäß den Verpflichtungen gegenüber seinen
Kunden managen kann. Sowohl das berichtete EBIT* als auch das Ergebnis je Aktie
werden zudem durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Wie bereits berichtet,
sollte der Gewinn je Aktie 2011 bei einem Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35 das
Vorjahresniveau von € 0,68 übersteigen; bei € 1 = US$ 1,45 könnte er niedriger
ausfallen.
Der Free Cash Flow vor Akquisitions-Aufwendungen
sollte nun deutlich über € 1 Mrd. liegen. Jüngste Programm-Überprüfungen
bestätigen die Erwartung, dass sich das EBIT* vor Einmaleffekten 2012 von EADS
signifikant verbessern wird – dank höherer Volumina, besserer Preise und
Optimierungen im A380-Programm.
Quelle: EADS
Luftfahrt bewegt – der
Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft stellt sich erstmals in
Berlin vor
Dicht gepackt war der Himmel mit historischen
Flugzeugen, als Klaus-Peter Siegloch zum ersten großen Termin seines neuen
Verbandes begrüßte. Das Technikmuseum am Tempelhofer
Ufer war die Location für die erste Nacht des neuen
Luftverkehrsverbands, der auf Druck der Politik im letzten Jahr gegründet wurde
und in diesem Jahr seine Tätigkeit aufnahm. Persönlich begrüßte Klaus-Peter
Siegloch als Präsident die Gäste und er musste viele Hände schütteln, denn wie
er später erläuterte hatten über 500 Gäste zugesagt, darunter rund 60
Bundestagsabgeordnete.
Klaus-Peter Siegloch betonte, dass es schon
viele spannende Themen in den ersten Wochen seiner Tätigkeit gegeben habe und
dass mit dem Emissionshandel in 2012 ein weiteres wichtiges Thema für die
Branche am Horizont stehe. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer machte
wortreich seine Freude darüber deutlich, dass die Luftverkehrsthemen jetzt beim
BDL gebündelt würden. Denn von allen Seiten würden Interessensgruppen an ihm
ziehen und so sei es eine Entlastung, wenn es für den Luftverkehr jetzt einen
„Dachverband mit substantieller Kraft“ gebe, der sein Diskussionspartner sei.
Mit der Feststellung, dass er gleichzeitig an der Initiative Luftverkehr
festhalten werde, löste der Minister dann Raunen im Publikum aus.
„Ich stehe als Verkehrsminister dafür gerade, dass wir in Zukunft
Rahmenbedingungen haben, in denen sich die Luftverkehrswirtschaft vernünftig
entwickeln kann.“ Für dieses Bekenntnis bekam der Verkehrsminister lauten
Applaus, zumal er vorher erläuterte, dass er die Luftverkehrsabgabe als
zeitlich befristet bis zum Start des Emissionshandels gesehen habe und in der
angesetzten Überprüfung auch auf eine Vermeidung einer Doppelbelastung
hinarbeiten werde. Mit der Versicherung, „ich werde als Verkehrsminister dem
neuen Verband mit Rat und Tat zur Seite stehen,“
verabschiedete sich Peter Ramsauer und der BDL Präsident lud die Gäste zu
Party.
Quelle: AeroBrief