FORUM LUFT- UND RAUMFAHRT E.V.

 

 

 

 

Aktuelles

 

 

 

Erster privater Alltransporter steht bereit

Nach mehrfachen Verzögerungen soll der erste private US-Raumtransporter am 19. Mai zur Internationalen Raumstation ISS starten. Das teilte Sprecherin Kristin Brost Grantham der Firma SpaceX mit. Demnach sind nötige Überprüfungen der Software, die zuletzt zur Start-Verschiebung geführt hatten, fast abgeschlossen.

Bisher seien während der Prozedur keine Probleme entdeckt worden, „aber bei einer Mission, die so komplex ist wie diese, wollen wir extrem gründlich sein“, sagte Grantham. Der neue Termin werde zurzeit mit der Nasa abgestimmt. Als Ausweich-Datum nannte die Sprecherin den 22. Mai. Jede Verzögerung ist Pech für die Nasa, die im vergangenen Jahr ihre Shuttle-Flotte eingemottet hat und jetzt über keinen eigenen Raumtransporter mehr verfügt. Sie ist derzeit auf Mitfahrgelegenheiten in russischen „Sojus“-Kapseln angewiesen. Die US-Raumfähren, deren Dienst eingestellt worden war, werden derzeit in verschiedene große Museen Amerikas gebracht und sollen dort in Zukunft ausgestellt werden.

Aus Kostengründen verlässt sich die Raumfahrtbehörde beim Bau eines Shuttle-Ersatzes gänzlich auf die Privatindustrie. Deren Raumtransporter werden dann sozusagen eine Taxi-Funktion übernehmen. Die unbemannte SpaceX-Kapsel mit dem Namen „Dragon“ soll auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) mit einer Falcon-9-Trägerrakete auf den Weg geschickt werden. „Dragon“ soll zunächst ausschließlich Material zur ISS bringen, bemannte Flüge sind erst in einer späteren Phase geplant.

Quelle: dpa

 

Der "Neustart" der US-Raumfahrt bleibt eine Geduldprobe.

Erneut muss der Erstflug eines privaten Raumschiffes zur ISS verschoben werden. Offiziell um einige Tage, doch es droht ein längere Verzögerung.

Der für den 30. April geplante Start des ersten privaten Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS wird sich wohl um mindestens eine Woche verzögern. Es werde mehr Zeit für Tests der Andocksysteme benötigt, schrieb der Chef des US-Unternehmens SpaceX, Elon Musk, am Montagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter. Ein neuer Termin werde noch mit der US-Raumfahrtbehörde NASA koordiniert. Können die Probleme nicht gelöst werden, droht eine weitere Verzögerung bis Ende Mai.

"Nachdem wir unsere neuesten Fortschritte betrachtet haben, war klar, dass wir mehr Zeit benötigen", bestätigte die SpaceX-Sprecherin Kirstin Grantham in einer E-Mail und ergänzte: "Obwohl ein Start am 3. Mai noch immer möglich ist, wäre es weise, ein paar weitere Tage als Puffer hinzuzufügen."

Quelle: DIGITAL fernsehen

 

 

 

 

Luft- und Raumfahrtbranche wächst

Die Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie haben ihre Umsätze hierzulande auch im vergangenen Jahr steigern können – um 4,1 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro. Das teilte der Branchenverband BDLI am Montag in Berlin mit. Gemeinsam beschäftigten die Firmen Ende 2011 rund 97 400 Mitarbeiter, gut zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 6,2 Prozent Umsatzwachstum entwickelte sich das Segment der zivilen Luftfahrt überdurchschnittlich gut. Die Unternehmen für militärisches Gerät verzeichneten dagegen erstmals seit 15 Jahren ein Umsatzminus: um gut ein Prozent auf 6,4 Milliarden Euro.

BDLI-Präsident Thomas Enders forderte die Bundesregierung auf, ausländischen Investoren den Einstieg in deutsche Rüstungsfirmen zu erleichtern.

Quelle: Der Tagesspiegel

 

 

Eurofighter: Fünf-Jahres-Vertrag unterzeichnet.

Die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH hat Ende März einen Großauftrag mit NATO Eurofighter und der Tornado Management Agency (NETMA) abgeschlossen. Ziel sei es, die Flotte der Typhoon-Jets in den großen Eurofighter-Ländern Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien besser zu unterstützen, erklärte Eurofighter.
Der Fünf-Jahres-Vertrag sei Teil einer neuen Reihe von Verträgen, die ältere Regelungen ablösten und Mechanismen für die weitere Entwicklung der Arbeit beinhalte. Die neue Vereinbarung zeige, dass alle Seiten gemeinsam an einer verbesserten Effektivität vor allem der unterstützenden Arbeiten für die Flugzeuge interessiert seien. Der Vertrag sichere zudem tausende Arbeitsplätze und treibe die europäische Luft- und Raumfahrttechnik voran.
Für den CEO von Eurofighter, Enzo Casolini, ist der Vertrag nicht nur wichtig für das Eurofighter-Programm, sondern auch für alle beteiligten Nationen und ihre Luftfahrt. Ziel sei es einerseits, Geld für den Verbraucher zu sparen und andererseits das Management für einen nachhaltigen Service der Flugzeuge sicherzustellen. Der Vertrag könne als ein großer Schritt gewertet werden, in Richtung des geplanten Modernisierungsprogramms.
Es handle sich um eine fantastische junge Plattform mit weiterhin viel Entwicklungspotenzial, so Casolini.

Quelle: Behörden Spiegel Newsletter Verteidigung, Streitkräfte und Politik

 

 

Neue Radartechnologie bringt Vorteile für Eurofightereinsatz

Cassidian, die Verteidigungs- und Sicherheitsdivision von EADS, hat in einer Simulationsstudie die Einsatzvorteile des künftigen E-Scan-Radars für den Eurofighter nachgewiesen und die ersten Piloten auf die Besonderheiten der neuen Technologie vorbereitet.

Die über zwei Jahre laufende Studie wurde im Auftrag der militärischen Beschaffungsbehörde, des Bundesamtes für Ausrüstung, Informations-technik und Nutzung zusammen mit der IABG GmbH in München/Ottobrunn durchgeführt. Die IABG betreibt seit Jahren einen Man-in-the-Loop-Simulator (MILSIM), in dem realistische operationelle Szenarien für die Flugzeuge der Luftwaffe, wie z.B. des Eurofighters, simuliert werden können. Ziel war es, in realistischen Szenarien die neue Radartechnologie der elektronischen Strahlschwenkung mit dem derzeit eingesetzten Radar mit mechanischer Strahlschwenkung zu vergleichen. Daraus sollten technisch-operationelle Vorteile des E-Scan Radars mit großem Erfassungswinkel (Wide Field of Regard) nachgewiesen werden und Optimierungsmöglichkeiten für das künftige Einsatzverhalten der Piloten erarbeitet werden.

 

 

"Unsere E-Scan-Software hat nachgewiesen, dass die neue Technologie Ziele wesentlich besser erfassen und stabiler verfolgen kann", erklärte Elmar Compans, Leiter der Business Line Sensors & Electronic Warfare bei Cassidian, "so dass der Missionserfolg und die Sicherheit der Piloten deutlich erhöht werden können".

Ein E-Scan-Radar für den Eurofighter kann im Gegensatz zu konventionellen Radaren mehrere Aufgaben quasi gleichzeitig erfüllen. Der Radarstrahl wird im wesentlichen elektronisch gesteuert - deshalb die Bezeichnung E-Scan. Im Gegensatz zu konventionellen, mechanisch gesteuerten Radaren kommt die Sendeenergie nicht aus einem zentralen Sender, sondern wird in mehr als 1.000 "Transmit/ Receive-Modulen (TRM) erzeugt. Cassidian ist mit der größten Fertigungslinie für solche Radarmodule in Europa ein Vorreiter dieser Technologie.

Quelle: Cassidian Information

 

 

 

Verwirrung um Zahlung für 787-Verspätung

Air India soll angeblich 500 Millionen Dollar von Boeing für die um mehr als drei Jahre verspätete Auslieferung der 787 erhalten. Nach Angaben der indischen Regierung habe der US-Flugzeughersteller der Zahlung zugestimmt – Boeing sieht dies jedoch anders.

Der US-Flugzeugbauer Boeing soll für die jahrelange Verspätung seines Hoffnungsträgers 787 "Dreamliner" tief in die Tasche greifen. Die Fluggesellschaft Air India, die 27 Maschinen des Typs bestellt hat, erhalte als Entschädigung eine halbe Milliarde US-Dollar (381 Mio. Euro), teilte die indische Regierung am Mittwoch mit. Boeing habe der Zahlung vor zwei Wochen zugestimmt, sagte ein Vertreter des indischen Luftfahrtministeriums auf der Luftfahrtmesse im indischen Hyderabad. Die Fluglinie wolle allerdings noch einen weiteren Ausgleich erreichen.

Der Flugzeughersteller Boeing will davon jedoch nichts wissen, wie Bloomberg am Mittwochabend berichtete. "Wenn wir uns auf 500 Millionen Dollar geeinigt hätten, hätte mir das jemand gesagt", zitierte die Nachrichtenagentur den Chef der Verkehrsflugzeugsparte von Boeing, Jim Albaugh. Das Unternehmen kommentiere zwar getroffene Vereinbarungen nicht, "aber ich kann Ihnen sagen, dass wir niemandem einen Scheck über 500 Millionen Dollar ausstellen", so Albaugh weiter.

Gemessen am Listenpreis, entspräche die Entschädigung von 500 Millionen Dollar fast zehn Prozent des Auftragswerts. Die 27 von Air India bestellten Flieger kommen laut Preisliste auf einen Gesamtwert von 5,2 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen ohnehin Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Boeing hatte bei der Entwicklung des Dreamliners mit heftigen technischen Problemen zu kämpfen und konnte den ersten Flieger erst mit mehr als drei Jahren Verspätung ausliefern. Air India soll ihr erstes Exemplar nun im Mai erhalten.

Quelle: airliners.de

 

Emissionskrieg: Luftfahrer warnen Politik - Angeblich 1 000 Stellen bei Airbus in Gefahr.

Die europäischen Luftfahrtunternehmen geraten durch den Emissionshandel innerhalb Europas auf dem Weltmarkt immer mehr ins Hintertreffen. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Regierungen Frankreichs, Spaniens und Großbritanniens berichten die Vorstandschefs von Airbus, Lufthansa, Air Berlin und MTU von ersten „konkreten Strafmaßnahmen“. So habe die chinesische Regierung Bestellungen von Airbus-Flugzeugen im Wert von zwölf Milliarden Dollar auf Eis gelegt.

 

 

 „Wir bitten sie deshalb, auf EU-Ratsebene – und vor allem auch bei den Staaten, die besagte Sanktionen ergreifen – nachdrücklich um Konsultationen zu ersuchen“, heißt es in dem Brief, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

„Ziel muss es sein, eine ausgewogene Lösung zu finden und einen größeren Handelskonflikt zu vermeiden.“

Seit Januar benötigen Fluglinien in Europa Rechte zur Luftverschmutzung. Sie können diese Zertifikate untereinander handeln. Die Gegner werfen der EU vor, die Regeln einseitig verabschiedet zu haben – ohne internationale Absprachen und zum Nachteil außereuropäischer Wettbewerber.

Am stärksten betroffen von den nun gestarteten Gegenmaßnahmen ist dem Brief zufolge Airbus. Weil China wegen des Streits die Freigabe der Bestellung von Maschinen blockiert habe, seien mindestens 1000 Stellen an den europäischen Airbus-Standorten und mindestens ebenso viele bei den Zulieferern gefährdet. Auch Europas Airlines müssten sich auf höhere Kosten oder Umsatzverluste einstellen. So habe Indien bereits angekündigt, dass Verkehrsrechte nicht verlängert werden. Russland habe zusätzliche Überfluggebühren angekündigt.

Quelle: Tagesspiegel

 

Emirates will Entschädigung von Airbus

Emirates-Präsident Tim Clark hat die Nase voll: Alle 21 Airbus A380 der Fluggesellschaft müssen wegen Haarrissen an den Tragflächen unplanmäßig in die Werkstatt. Für den Geschäftsausfall soll nun die EADS-Tochter zahlen.

Auf den europäischen Flugzeugbauer Airbus kommen wegen der Tragflächen-Probleme beim weltgrößten Passagierjet A380 erhebliche Schadensersatzforderungen zu. Allein die Fluggesellschaft Emirates rechnet bis Ende März mit Umsatzausfällen in Höhe von bis zu 90 Millionen Dollar (68 Millionen Euro), weil die Maschinen für Inspektions- und Reparaturarbeiten vorübergehend stillgelegt werden müssen. Für die Verluste werde man Ausgleichszahlungen verlangen, berichte die „Financial Times“ unter Berufung auf Emirates-Chef Tim Clark.

Quelle: Handelsblatt

 

 

Streit zwischen Bundesregierung und EADS spitzt sich zu

Der Streit zwischen der Bundesregierung und EADS über den deutschen Einfluss bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern spitzt sich einem Zeitungsbericht zufolge zu.

EADS und seine Tochter Airbus prüften, ob sie künftig ohne Entwicklungsdarlehen der Bundesregierung auskommen könnten, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab aus ihrer Montagausgabe unter Berufung auf das EADS-Umfeld. Der amtierende Airbus- und künftige EADS-Chef Tom Enders wolle sich damit dem Druck der Bundesregierung in Standortfragen entziehen.

Deutschland hat sich den Angaben zufolge bereiterklärt, das geplante Langstreckenflugzeug A350 mit einem Entwicklungskostendarlehen von einer Milliarde Euro zu unterstützen. Die Hälfte davon sei bereits ausgezahlt. Auf die andere Hälfte könne Airbus durchaus verzichten, da das Unternehmen nach eigenen Angaben von Ende September über eine Netto-Liquidität von 11,4 Milliarden Euro verfüge, berichtete die Zeitung.

 

 

Der Regierungskoordinator für die Luftfahrtbranche, Peter Hintze, hatte jüngst in einem Brief an Enders gefordert, Deutschland müsse einen fairen Anteil an Forschung, Entwicklung und industrieller Produktion erhalten. Zudem sollten bei der Besetzung der obersten Hierarchieebenen im Airbus-Management Deutsche und Franzosen gleichermaßen zum Zuge kommen. Airbus hatte darauf verärgert reagiert und erklärt, man weise die Forderungen mit Nachdruck zurück. Der EADS-Konzern ist seit Gründung ein hochsensibles Gebilde, in dem die deutschen und französischen Anteilseigner penibel genau auf Ausgewogenheit und Machtbalance achten.

Derzeit ist der deutsche Staat im Gegensatz zu Frankreich selbst nicht Aktionär bei EADS - bis auf einen kleinen Anteil, den die KfW hält. Der Großteil der deutschen Beteiligung entfällt auf einen Daimler-Anteil von 15 Prozent. Der Stuttgarter Autobauer will sich aber von dem Aktienpaket trennen, und Deutschland ist aktuell dabei, über die KfW die Hälfte davon zu übernehmen. Darüber hinaus trägt Deutschland über das Instrument von bedingt rückzahlbaren Darlehen zu neuen Airbus-Flugzeugentwicklungen bei.

Quelle: Reuters

 

Airbus muss Nieten austauschen

Nach den Flügeln rückt nun die Flugzeugspitze des Riesen-Airbus A380 ins Visier der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die Behörde bereitet eine Sicherheitsanweisung an die Fluggesellschaften vor, die das Auswechseln von sechs Aluminiumnieten an den Flugzeugspitzen vorschreibt. Sie sollten von Titannieten ersetzt werden, bestätigte die EASA am Freitag. Bei der derzeitigen Konstruktion könne sich in einer Extremsituation die Rumpfspitze des Flugzeugs lösen. „Die Anweisungen sind Teil eines ständigen Verbesserungsprozesses im Luftverkehr“, hieß es von Airbus.


MTU sammelt Aufträge ein

Der Münchner Triebwerksbauer MTU hat auf der Luftfahrtmesse in Singapur Aufträge für fast eine halbe Milliarde Euro eingesammelt. Die Bestellungen für die Antriebe der Airbus-Modelle A320, A320neo und A380 summierten sich auf rund 450 Millionen Euro, teilte der Triebwerksbauer am Freitag mit. Die dicksten Aufträge kamen aus Indien und dem arabischen Emirat Katar: Die indische Fluggesellschaft GoAir orderte 144 Triebwerke für die A320neo. Qatar Airways bestellte 40 Triebwerke für den Riesen-Airbus A380 und 58 Exemplare für die herkömmliche A320-Familie.

Quelle: Tagespiegel

 

 

Haarrisse im Flügel beim Airbus A380


Nach feinen Rissen in den Tragflächen mehrerer Airbus A380 sollen nun alle Maschinen dieses Typs einem Sicherheitscheck unterzogen werden. Das ordnete die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) an. Die Sicherheitsbehörde weitete damit ihre Anordnungen auf sämtliche A380 aus.

Wegen der Risse an den Tragflächen mehrerer Airbus A380 müssen nun alle Maschinen des Typs zum Flügel-Check. Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA weitet die Prüfanweisung von knapp einem Drittel der Flugzeuge auf alle Maschinen des Typs aus, wie ein Sprecher am Mittwoch in Köln sagte. Statt 20 Exemplaren müssen damit nach derzeitigem Stand 68 der doppelstöckigen Riesenflieger zum Check. Dieser sei spätestens nach 1.300 Starts und Landungen oder bei der nächsten routinemäßigen Kontrolle vorzunehmen, sagte der EASA-Sprecher.

 

 

 

Seit der ersten Wartungsanweisung Ende Januar hat Airbus bereits die am stärksten beanspruchten Exemplare des Flugzeugs unter die Lupe genommen. "Die ersten acht Flieger mit mehr als 1.800 Flugzeugzyklen haben wir durch", sagte ein Airbus-Sprecher. Die übrigen der ersten 20 seien noch in Arbeit. Danach seien die Exemplare an der Reihe, die als nächste die 1.300 Starts und Landungen erreichten. Für sie gilt eine Frist von sechs Wochen, wie die EASA sie schon bisher bei dieser Flugleistung festgesetzt hatten. Laut Airbus sind die Maschinen bei 1.300 Flügen im Schnitt gut zwei Jahre alt.

Für Check und Reparatur müssen die Fluggesellschaften laut Singapore Airlines zwei bis drei Tage einrechnen. Für die Kosten der Instandsetzung kommt Airbus auf. Über Zahlungen für den Ausfall der Maschinen wollten sich beide Seiten nicht äußern.

Dabei ist es möglicherweise nicht die letzte Reparatur, die den Maschinen bevorsteht. Derzeit werden gerissene Klammern ausgetauscht, die die Rippen in den Flügeln zusammenhalten. "Die Reparatur ist eine Zwischenlösung. Wir arbeiten an einer Dauerlösung, die wir für Sommer 2012 erwarten", sagte der Airbus-Sprecher. Die Sicherheit der Maschinen sei durch den Mangel allerdings nicht gefährdet. Es handle sich nicht um tragende Teile.

Die Risse waren Anfang Januar bekannt geworden. "Wenn der Mangel nicht entdeckt und behoben wird, kann er möglicherweise die Stabilität des Flugzeugs beeinträchtigen", hatte die EASA wenig später gewarnt. Der Chef der EADS-Tochter Airbus, Tom Enders, führte den Mangel auf Material- und Fertigungsfehler zurück.

Betroffen von den Rissen sind die Fluggesellschaften Qantas und Singapore Airlines sowie drei Testflugzeuge. Auch die Lufthansa sowie die Fluggesellschaften Emirates, China Southern, Korean Air Lines und Air France-KLM haben die A380 im Einsatz.

 

Ein Sprecher von Singapore Airlines sagte, die ersten acht A380 aus der Flotte der Fluggesellschaft seien bereits überprüft. Zwei weitere seien in den kommenden Wochen an der Reihe. Insgesamt hat Singapore Airlines 15 A380 in Betrieb. Die Lufthansa bestätigte, dass sie ihre acht A380 ebenfalls nach und nach zur Überprüfung schicken muss. "Unsere erste Maschine hat 900 Flüge absolviert", sagte ein Sprecher von Europas größter Fluggesellschaft. Die 1.300 Flüge seien also in Sicht. Die Wartung der Lufthansa-Maschinen solle so eingetaktet werden, das kein A380-Flug ausfällt.

Mit den Problemen an einer A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas hat die verschärfte Kontrollanweisung der EASA zufolge nichts zu tun, wie der Sprecher der Aufsichtsbehörde betonte. Qantas hat gerade eine A380 aus dem Verkehr gezogen, weil Mechaniker 36 Haarrisse in der Tragfläche entdeckt hatten. Die Maschine solle nach Reparaturen in der kommenden Woche wieder zum Einsatz kommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es handle sich dabei um einen Fertigungsfehler, jedoch um einen anderen als denjenigen, der den jetzigen Flottencheck bei der A380 ausgelöst hatte.


Probleme auch bei Boeing

Auch Boeing kämpft mit Herstellungsproblemen. So musste der Airbus-Konkurrent am Montag einen Fehler im Heckbereich der Boeing 787 einräumen. Demnach lösten sich bei einigen Maschinen Teile von Verbindungsstreben, die die weitestgehend aus kohlefaserverstärkten Kunststoff gefertigten Rumpfteile zusammenhalten sollen. Derzeit wird untersucht, welche Flugzeuge überholt werden müssen. Bislang setzt einzig ANA fünf Boeing 787 ein.

Quelle: airliners.de

 

 

 

 

 

 

Unmanned Aircraft Systems (UAS)

Rheinmetall und CASSIDIAN bündeln ihre UAS-Aktivitäten - Januar 2012

Cassidian und Rheinmetall haben vereinbart, die bisherigen Aktivitäten von Rheinmetall im Bereich der unbemannten Flugsysteme künftig gemeinsam im Rahmen eines Joint Ventures zu betreiben. In einem Vertrag wurde festgelegt, dass Cassidian 51% und Rheinmetall 49% der Anteile an dem neu zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen halten werden.

Quellen: Pressemitteilungen von EADS und Rheinmetall

 

Kommentar:

Bereits im Mai 2011 unterzeichneten Cassidian und Turkish Aerospace Industries, Inc. ein MoU über eine Zusammenarbeit im Bereich der UAS.

Im Dezember 2011 berichteten EADS und ALENIA AERONAUTCA S.p. A. über eine mögliche Kooperation bei der Entwicklung von MEDIUM ALTITUDE LONG ENDURANCE (MALE) Drohnen und UNMANNED COMBAT AERIAL VEHICLES (UCAV).

Mit diesen Aktivitäten erweitert Cassidian seine gegenwärtigen UAS-Programme und kann seinen internationalen Kunden eine komplette Produktpalette anbieten, zu denen taktische UAS sowie UAS für mittlere und größere Höhen gehören.

UAS-Exporte werden jedoch durch das MISSILE TECHNOLOGY CONTROL REGIME (MTCR) erschwert. Das MTCR soll die Weitergabe von Flugkörpern, UAS und deren Technologie verhindern, wenn das fliegende System eine Nutzlast von 500 kg über eine Distanz von 300 km transportieren kann.  E.O.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

USA: Integration ziviler UAS in den kontrollierten Luftraum

In einer Gesetzesvorlage vom 31.01.2012 beauftragt der Kongress der USA die nationale Luftfahrtbehörde, die Federal Aviation Administration, Verfahren für die Integration der zivilen unbemannten Luftfahrzeuge in den kontrollierten Luftraum zu entwickeln. Ab 30.09.2015 sollen zivile UAS (Unmanned Aircraft Systems) im nationalen kontrollierten Luftraum der USA fliegen.

Quellen:            - Kongress der USA (FAA Modernization and Reform Act 0f 2012)
           
- Association for Unmanned Vehicle Systems International

Kommentar:

Zurzeit existieren weltweit keine Regelungen für den Betrieb von zivilen UAS im kontrollierten Luftraum. Mit der Entwicklung dieser Verfahren zum 30.09.2015 erhalten UAS-Entwickler, Hersteller und potentielle Anwender Planungssicherheit für ihre Geschäftsaktivitäten. Dieses Gesetz ermöglicht die Entwicklung neuer ziviler Anwendungen und neuer Fluggeräte durch die Industrie. Die USA können ihren Vorsprung auf diesem Sektor weiter ausbauen.